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Die «Solidarische Stadt» im Theater

Tojo Theater, Reitschule

Wir bitten dich unsere Raumpolitik zu beachten.

«Das Bernbuch. Meine weisse Stadt und ich»

Di, 16.01.24 / 20⁰⁰ Uhr

von Vincent O. Carter. Uraufführung

Organisation: Schauspiel Bern

Reservierung auf der Tojo-Webseite möglich. Wenige Tickets an der Abendkasse verfügbar.

Anfang der 1950er-Jahre kam der Afroamerikaner Vincent O. Carter nach Bern – und blieb. Als einer der ersten Schwarzen in der Schweiz sieht sich Carter mit Vorurteilen, Fragen und Blicken konfrontiert. Und er schaut zurück. Mit grosser literarischer Kraft entwirft er ein Porträt seiner Zeit, seiner Gesellschaft und seiner Stadt. DasBernbuch wurde im letzten Jahr erstmals ins Deutsche übersetzt und als „immer noch ein hochaktuelles Zeitdokument“ gefeiert. Gemeinsam mit einem gemischten Ensemble um den Berner Rapper Z The Freshman und den Performer Mbene Mwambene fragt die Regisseurin Barbara Weber nach Spuren und Parallelen des einmaligen Zeitzeugnisses in der Gegenwart.

Mit: Vanessa Bärtsch, David Berger, Lou Haltinner, Mbene Mwambene, Yannis Maviaki aka Z The Freshman

Regie: Barbara Weber

Bühne: Konstantina Dacheva

Kostüm: Dominique Steinegger

Video: Firas Shamsan

Dramaturgie: Anisha Imhasly, Felicitas Zürcher

Unterstützt durch Kultur Stadt Bern und dem Kanton Bern.

Wer hat Angst vorm weissen Mann?

Mi, 17.01.24 / 20⁰⁰ Uhr

Reservierung auf der Tojo-Webseite möglich. Wenige Tickets an der Abendkasse verfügbar.

Das Theaterstück ‘Wer hat Angst vorm weissen Mann?’ handelt von einer Schwarzen Realität, Polizeigewalt innerhalb der Schweiz, Helvetziden. Helvetzide sind systematische Todesursachen von rassifizierten Menschen, die in polizeilicher Untersuchungshaft und in Flüchtlingszentren in der Schweiz stattfinden. Wer hat Angst vorm weissen Mann? möchte genau diese systematische Gewalt thematisieren. Weiter behandelt der Abend unterschiedliche Umgangsweisen mit dieser Realität innerhalb der Schwarzen Community. Das Projekt will diese brutale Realität benennen und sucht darüber hinaus nach konstruktiven Möglichkeiten, damit umzugehen. So wird eine 90-minütige Performance entstehen, die Fragen nach Folgen rassistischer Gewalttaten und einer heilenden Überwindung stellt. Dabei steht die Frage nach Unity, also einem bestärkenden Zusammenschluss, im Zentrum des Abends.

Regie: Ntando Cele

Autor: Mohammed Wa Baile

Choreografie: Bheki Ndlovu

Performer:innen: Luisa Wolf, Clovis Kasanda, Ouelgo Téné, Moubarak Djibril

Dramaturgie: Ruth Mensah

Bühne: Teddy Pratt

Kostümbild: Dominique Steinegger

Kostümassistenz: Lena Sigrist

Tontechnik: Tjefin Frankhauser

Musik: Nongoma Ndlovu a.k.a Nongoma

Regieassistenz: Denise Gbeassor

Awareness-Unterstützung: Mira Koch

Produktionsleitung: Joëlle Gbeassor, Chantal Calame, Nina Sautter

Unterstützt durch Kultur Stadt Bern und dem Kanton Bern.

«Taxi Driver Night» mit Mbene Mwambene, Theater Gessnerallee

Do, 18.01.24 / 20⁰⁰ Uhr

Reservierung auf der Tojo-Webseite möglich. Tickets sind an der Abendkasse verfügbar.

Der eine geht diesen Weg, der andere den anderen. Es ist eine vibrierende Energie, da alle auf der Suche nach der richtigen Fahrt sind. Ein paar junge Männer schreien nach Weganweisungen. Eine Frau tut das Gleiche, die urteilenden Blicke durchbohren sie.

Das Taxi, meist ein Kleinbus, wird zur Bühne und der Fahrer zum Geschichtenerzähler, zum Provokateur. Die Passagiere werden zum Publikum. Die Themen reichen von Politik, Ehebruch, Religion bis hin zu nervigen Nachbarn, die üblicherweise vor den Augen der Kinder rauchen. Ähnlich verhält es sich auf den Strassen von Kitwe, Blantyre und Johannesburg.

Aktuell cruist der Taxifahrer durch das Alpenland Schweiz mit nächstem Halt an der TdL im Tojo. Die Passagiere sind langweilig still. Aber das geht auch. Der Taxifahrer bringt Musik und Geschichten mit, um eine Nacht der Poesie zu schaffen. Die Taxifahrer springen zwischen Liedern, Geräuschen, Musik, einfachen menschlichen Geschichten und vor allem Poesie hin und her. Der Taxifahrer bewegt sich von Elizabeths Tod zu kultureller Aneignung, weissen Versprechen, Vielfalt, persönlichen Briefen, weissem Saviorismus und allem, was die grosse Klappe des Taxifahrers spontan ausspuckt.

Die Nacht des Taxifahrers ist eine Untersuchung der Möglichkeit, eine hybride Poesie neu zu erschaffen.

Unterstützt durch Kultur Stadt Bern und dem Kanton Bern.