Skip to main content

17. bis 20. Januar 2019

in mehr als 20 Lokalen auf beiden Seiten der Lorraine-Brücke. Detailliertes Programm folgt Mitte Dezember.

Wer hat zu dir geschaut, als du ein Baby warst?

Wer putzt bei dir zuhause? Wer kocht deine Mahlzeiten?

Wie bringst du Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit unter den berühmten einen Hut?

Bei wem meldest du dich, wenn es dir nicht gut geht? Wer schaut zu deinen kranken Eltern?

Warum arbeiten so viele Migrant*innen in der Gastronomie und in der Pflege?

Warum gibt es Arbeit, die bezahlt wird und solche, die nicht bezahlt wird?

Warum wird nicht jede Arbeit gleich bezahlt?

Und was hat das alles mit dir zu tun?

 

Care-Arbeit hat ausfransende Ränder. Oft geht es um Hausarbeit, Betreuung und Pflege, aber auch gastronomische Dienstleistungen oder Sexarbeit können dazu gezählt werden. Bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit wird dabei zum Grossteil von Frauen*, viele davon Migrantinnen*, geleistet. Care ist die Grundlage jeder Gesellschaft, da alle Menschen Care, also Sorge, brauchen. Trotzdem bleibt sowohl (unter-)bezahlte als auch unbezahlte Care-Arbeit weitgehend unsichtbar.

An der Tour de Lorraine 2019 wollen wir mit einer feministisch-intersektionalen Betrachtungsweise einen Beitrag dazu leisten, die komplexe Care-Thematik besser fassen zu können. Wir möchten die Problematik der heutigen Organisation von Care-Arbeit diskutieren und praktische Alternativen entwickeln. Wir hoffen an der Tour de Lorraine möglichst vielen Perspektiven Platz zu bieten und freuen uns auf spannende Diskussionen.

Was ist die Tour de Lorraine?

Der Verein Tour de Lorraine ist aus den Protesten und Diskussionen um das World Economic Forum (WEF) und die neoliberale Globalisierung entstanden und will eine finanzielle Unterstützung an politische, soziale und kulturelle Basisprojekte in Bern und weltweit leisten. Seit 2001 findes jeweils im Januar ein Polit- und Kulturfestival in vielen unterstützenden Betrieben im und um das Berner Lorrainequartier statt. 

Mit dem Gewinn werden Projekte gefördert, welche eine öffentliche Auseinandersetzung über Themen wie soziale Gerechtigkeit, Umverteilung, Chancengleichheit, etc auslösen oder der Weiterbildung und Vernetzung von politischen AkteurInnen dienen.