Solidarisch in der Metakrise
- 24.01.26, 16:3018:00Denk:mal
- Workshoptag
- Workshop
Wie können wir Klimakrise und drohende Kollapsszenarien nicht nur individuell bewältigen, sondern gemeinschaftlich angehen? Was macht uns widerstandsfähiger – individuell und kollektiv? Wer braucht mich im Ausnahmezustand und wem vertraue ich? Wie transformieren wir Verzweiflung in gemeinsames Handeln, wenn die Katastrophe und das «never again» zu einem «new normal» werden? Und an was und auch an wen denken wir, wenn wir von «Solidarischem Preppen» sprechen?
Am ersten Kollapscamp in Deutschland wurden Skills geteilt und über den Aufbau konkreter widerständiger Strukturen nachgedacht. An der Resilienzwoche in Zürich haben wir über solidarisches Preppen und resilientes Verhalten für den konkreten Katastrophenfall nachgedacht – mit Teilnehmer*innen aus der Stadtbevölkerung, Aktivist*innen und der städtischen Krisenkoordination. Der Begriff Solidarisches Preppen changiert irgendwo zwischen pragmatischer, kurzfristiger Katastrophenintervention, langfristigen Widerstandsszenarien und den revolutionären (aber auch reaktionären) Potenziale, die da irgendwie auch noch mitschwingen.
Im Workshop am 24. Januar diskutieren wir: Warum braucht es solidarisches Preppen? Für wen? Von und mit wem? Ziel ist, gemeinsam hinter die Buzz Words schauen und fragen, was wir unter Kollaps(en) verstehen (irgendwo zwischen einem lokalen Stromausfall und einem globalen Systemkollaps?), was wir konkret und diffus erwarten, befürchten, erhoffen. Welche Szenarien auf welchen Zeitachsen sind für wen relevant / lähmend / motivierend? Und wie lässt sich die Idee des solidarischen Preppens für solche Szenarien ganz konkret anwenden?
Im Praxisblock sammeln wir vorhandene Beispiele, Erfahrungen und Ressourcen und halten sie als Ideenskizzen fest.
Wie viel Theorie und wie viel Konkretes können wir gemeinsam am Workshop gestalten, je nach Interessen und Bedürfnissen.
Ich bringe vor allem obige Fragen mit, mein anstudiertes Fachwissen zu Klimakrise und Naturgefahren und die Erfahrungen aus der Resilienzwoche Zürich.
Von: Sam (Risiko Dialog)
Sprache: Deutsch
