Wem gehört die Erde?
12.15h beim Bahnhof Bern unter dem Baldachin
Gemeinsame Suppe gegen gemeine Multis! Öffentliche Suppe und Infos für alle.
19.00h Infoveranstaltung im Kino in der Reitschule
Gemeinschaften gegen Rohstoff-Konzerne. Infoabend über die Probleme mit Schweizer Rohstoff-Konzernen und die Kämpfe der betroffenen Gemeinschaften vor Ort. Mit Yvonne Zimmermann (Solifonds) und Stephan Suhner (Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien).
Organisiert von attac bern und MultiWatch.
Wem gehört die Erde? In der kapitalistischen Realität gehört sie jenen, die genug Geld haben, sie zu kaufen, um damit noch mehr Geld zu machen. Das ist auch das Interesse des Weltwirtschaftsforums (WEF), dem Lobbyclub der 1000 grössten globalen Konzerne.
Mit Erde und den darin enthaltenen Rohstoffen lässt sich tatsächlich viel Geld verdienen. Und wo Geld ist, sind auch Schweizer Multis. Der WEF-Industriepartner Glencore mit Sitz im Zuger Steuerparadies ist der grösste Rohstoffhändler der Welt und mit einem Umsatz von über 100 Milliarden auch der umsatzstärkste „Schweizer“ Konzern. Ausserdem hält Glencore ein Drittel der Aktien von Xstrata. Dieser Bergbaukonzern, der Kupfer und Kohle, aber auch Gold und Silber fördert, hat in nur fünf Jahren seit dem Börsengang 2002 seinen Umsatz verfünfzehnfacht (Rekordwert 2007: 28.5 Milliarden US-Dollar).
Aber wer bezahlt für diese Gewinne? Es sind die lokalen Gemeinschaften in Lateinamerika, Afrika, Asien, Australien. Ihr Landwirtschaftsland wird zerstört, ihr Wasser für die Minen verbraucht und verseucht, mit oft gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. In gewissen Ländern werden die Gebiete um die Minen (para)militarisiert, es kommt zu Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen. Kein Wunder, das sich viele von Minenprojekten betroffene Gemeinschaften wehren. Darunter sind auch indigene Gemeinschaften, deren Vorfahren schon seit Jahrhunderten vor Ort lebten, bevor sie von europäischen Kolonialisten „entdeckt“ wurden. Ihre Vision ist dem Kapitalismus völlig entgegengesetzt: Mutter Erde gehört niemandem, und nur der schonende und respektvolle Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen hat Zukunft!