TdL17 #TanzenGegenTiSA

Workshops

ab 11h im Frauenraum Reitschule: Brunch

13.30 Die verschiedenen Workshops werden vorgestellt
Kinderbetreuung von 14.00 – 18.00 (zwischen 5 – 12 Jahren)

Die Workshops finden in der Reitschule und im Bollwerk statt. Treffpunkt ist der Frauenraum in der Reitschule. Dort wird entschieden welche Workshops wo stattfinden.

Block I 14.00 – 15.30

 

Workshop BAZORE (bazar delle ore, “Zeitmärit”)

Das Projekt bazore – Orte zum ZeitTauschen verfolgt die Wiederbelebung der Nachbarschaftshilfe und die Aufwertung von Fähigkeiten, die ausgetauscht werden können. Abgerechnet wird nicht in Geld, sondern in reinen Zeitwerten. Jede Tätigkeit ist als gleichwertig anzusehen, egal ob Kopf- oder Handarbeit, schlicht Stunde gegen Stunde. Menschen aus unterschiedlichen Generationen, Kulturen und sozialen Schichten kommen so miteinander in Kontakt und können gegenseitig Vorurteile abbauen. Damit wird die Integration in die nähere Lebenswelt verbessert, was speziell Migrant_innen beim Aufbau eigener Netzwerke unterstützt. Im Sinne des Empowerment findet eine gegenseitige „Befähigung“ statt, Ressourcen werden sichtbar gemacht und Kompetenzen genutzt, getauscht und weitergegeben. Im Sommer 2006 haben die Initiant_innen bazore lanciert. Mittlerweile ist die siebte Ausgabe der Tauschzeitung mit über 400 Angeboten und Nachfragen von 101 aktiven Tauscher_innen erschienen. Momentan wird versucht, das Projekt auf andere Quartiere und Stadtteile zu erweitern.

Mehr Infos unter: info@bazore oder bazore c/o Quartiertreff Murifeld, Muristrasse 75a, 3006 Bern

 

Workshop BON-NETZ-BON – Das Bewusstsein bestimmt das Geld

In Basel gibt die Genossenschaft NETZ Soziale Ökonomie das erste demokratisch kontrollierte Alternativgeld heraus. 70 Betriebe, Organisationen oder Einzelpersonen bieten ihre Dienstleistungen und Produkte gegen BonNetzBon an. "Lokal, sozial, nachhaltig, ökologisch" steht auf jedem der Geldscheine. Ist das nur eine schöne Absichtserklärung, oder kann Alternativgeld tatsächlich das Sein und das Bewusstsein verändern? Roger Portmann vom Beizenkollektiv Hirscheneck sieht im Alternativgeld den Zunder, den die Alternativbetriebe brauchen, um miteinander im Austausch zu bleiben. Immer nur mit dem eigenen Projekt beschäftigt zu sein, sei Valium für einen revolutionären Geist. Das Alternativgeld sorgt ohne Sitzungstermine für Austausch und fördert die Solidarität. Roger Portmann und Claudia Studer vom Sekretariat der Genossenschaft NETZ stellen im Workshop die konkreten Möglichkeiten, aber auch Grenzen einer Alternativwährung zur Diskussion und stellen anhand des BonNetzBons vor, wie eine solche Initiative aufgebaut werden kann.

Mehr Infos unter: www.viavia.ch/netzbon

 

Workshop Freie Arbeiter_innen-Union FAU – Organisierung am Arbeitsplatz

Sich am Arbeitsplatz mit anderen zusammen organisieren um für bessere Bedingungen zu kämpfen? Wie geht das eigentlich? Was muss dabei beachtet, was eher vermieden werden? Auf diese Fragen wird anhand eines ausführlichen Leitfadens eingegangen. Anschliessend können alle Anwesenden ihre eigene Situation vorstellen. Im Austausch der Erfahrungen können wir gemeinsam versuchen, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu finden.

Mehr Infos unter: www.fau.org

 

Workshop Open Source & Copy Left: Freie Software und Peer-Ökonomie in der Praxis

Viele Menschen tragen weltweit zu einer einmaligen Art der Entwicklung von Software bei. Auf einer völlig freien, offenen Basis entstehen Systeme und Programme, die aus dem heutigen Alltag kaum wegzudenken sind und oft gar eine zentrale Rolle spielen. Systeme, Programme, Dokumentation, Grafiken, aber auch Wissen entstehen in einem kollaborativen Prozess, bei dem alle auf gleiche Art und Weise mitgestalten und so ihren eigenen Beitrag leisten können. Wir wollen uns im Workshop mit den Ursprüngen und dem Grundgedanken von freier Software auseinandersetzen. Dabei wollen wir die Funktionsweise und viele verschiedene Beispiele dieser Peer-Ökonomie ansehen, die sich heutzutage längst neben einer traditionellen Softwareindustrie fest etabliert hat und eine gut funktionierende Alternative darstellt. Dazu wird ein Ansatz vorgestellt, der in der Lage ist, Freie Software als Phänomen zu begreifen und dessen Ziel es ist, eine auf den Prinzipien der Peer-Ökonomie aufbauende Gesellschaft zu denken.

Mehr Infos unter: http://www.oekonux.de/

http://www.keimform.de/

 

Workshop Longo maï : Longo maï stellt sich vor

In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden die 36-jährige Kooperative Longo maï kennen. Es werden die Gründungsideen der Kooperative und ihre heutige Bedeutung sowie ihre Arbeitsschwerpunkte und ihr Wirken in der Region vorgestellt. Des Weiteren stellt Longo maï gleich eine ganze Reihe kooperativenüberschreitender Schwerpunkte vor, wie etwa den Empfang von Menschen auf der Suche nach sozialen Lebensformen, den Aufbau von ganzen Produktionslinien und regionalen Direktvermarktungsnetzen, den Erhalt, die Vermehrung und die Nutzung alter Gemüse- und Getreidearten sowie das Erproben selbstverwalteter Lebensformen ohne strukturierte Hierarchien und mit einer Gemeinschaftskasse. Auch vorgestellt werden die aktuellen Schwerpunkte wie eine Saatgutpetition, ein neuer Hof in Transkarpatien und die Unterstützung und Solidarität mit anderen Projekten. Die Vorstellung soll vor allem zu einer Diskussion anregen. Als Gäste werden Mitglieder der Wohnbaugenossenschaft Schrägwinkel anwesend sein, um ihre Pläne für ein Wohnprojekt mit gemeinsamer Ökonomie in Kehrsatz vorzustellen.

Block II 16.00 – 17.30

Workshop Peer-Ökonomie>beschrieb Open Source & Copy Left in Block I)

 

Workshop Saatgutprojekt – Warum eigenes Saatgut gewinnen?

Jede_r kann eigenes Saatgut herstellen: Dazu braucht es lediglich ein paar einfache Handgriffe, Beobachtungsgabe und Fachwissen. So werden Lebenskeime geschaffen, die von jeder und jedem angebaut, vermehrt und verteilt werden können. Mit den Jahren erhält man Sorten, die an unsere Klimazonen angepasst sind und unseren Erwartungen (Geschmack, Resistenz gegen Krankheiten usw.) entsprechen. Jede Pflanze bringt eine grosse Menge Samen, welche durch Tausch Beziehungen zwischen Menschen und über Kontinente schaffen. Das beste Mittel, um gegen die grossen Saatgutmultis zu kämpfen, besteht darin, sie auszuspannen! Der Workshop soll eine Einführung in das Thema der Saatgutherstellung geben und wird von Martina Widmer, Ieke Dekker und Denise Wipfli, Gemüsegärtner_innen und Mitglieder der Kooperative Longo maï geleitet.

Mehr Infos unter: www.saatgutkampagne.org

 

Führung durch das selbstverwaltete Kulturzentrum Reitschule

Seit über 20 Jahren existiert das autonome Kulturzentrum Reitschule in Bern. Erkämpft wurde es von einer grossen Bewegung für Freiräume nach der Räumung des „Hüttendorfs“ Zaffaraya im Herbst 1987. Seither leben die Grundsätze der Gründer_innengeneration weiter. Das basisdemokratisch organisierte Kulturzentrum bietet ein vielfältiges kulturelles Angebot und dient ausserdem als Treffpunkt und Basis für diverse linksradikale Gruppierungen und Kampagnen. Im September 2010 muss sich die Reitschule (erneut!) einem Abstimmungskampf stellen, wenn eine SVP-Initiative zur Abstimmung kommt, die den Verkauf der Reitschule an den Meistbietenden vorsieht. Wer gerne einmal hinter die Kulissen der Reitschule blicken und erfahren will, wie die basisdemokratischen Strukturen in der Reitschule funktionieren, kann sich der Führung durch die verschiedenen Räumlichkeiten des Kulturzentrums anschliessen.

Mehr Infos unter: www.reitschule.ch

Workshop BON-NETZ-BON (siehe Workshopbeschrieb in Block I)


Workshop Freie Arbeiter_innen Union FAU (siehe Workshopbeschrieb in Block I)

 

18.00 – 19.00 Welche Alternativen wurden gesät?

Berichte aus den verschiedenen Workshops im Tojo Theater Reitschule

 

Ausserdem: von 14.00 – 18.00

Denk-Mal

Die Workshops, die wir im oben beschriebenen Rahmen anbieten, haben wir organisiert. Wenn dich aber ein anderes Thema interessiert oder du selber einen Workshop anbieten möchtest, kannst du dies gerne tun. Die Leute von denk:Mal werden dich dabei unterstützen.

Mehr Infos unter: www.denk-mal.info

 

DAFNE - Das feministische Netz

Spielecke "Stop the game - start your own" – Spielt gegen den Kapitalismus!

Mehr Infos unter: www.myspace.com/dafnebern

Kreatives Transpimalen im Frauenraum

Der Frauenraum lädt zu einem gemeinsamen oder individuellen Transpimalen ein. Komm und mal mit uns das Transpi, welches du schon immer gern vor deinem Fenster oder auf der Eisenbahnbrücke haben wolltest, um der Welt mitzuteilen, was du schon immer sagen wolltest. Material vorhanden, Ideen mitbringen. Mehr Infos unter: www.frauenraum.ch

Kinderspielecke

Am Nachmittag bieten wir eine Kinderbetreuung im Frauenraum an. Gerne dürft ihr eure Kleinen und Grösseren (ca. 4–12-jährig) für die Dauer der Workshops Eva überlassen. Auch für die Kinder ist eine spannende Zeit garantiert.