Kinoprogramm

im Kino der Reitschule

Freitag, 17. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 18. Januar, 20:30 Uhr

Squat - La ville est à nous 

ein Film von Christophe Coello, Frankreich 2011 (94')
Katalanisch mit deutschen Untertiteln

Ein beliebtes Quartier in Barcelona ist in das Blickfeld der Spekulanten greaten… 

Der Film gibt Einblick in die Aktionen des in Barcelona ansässigen Kollektivs Miles de Viviendas (Tausende von Häusern), eine bodenständige und vielfältige Gruppe, die mit großer Hartnäckigkeit Abbruchhäuser durch Besetzung befreit und sie in belebte Lebensräume verwandelt. Die zutiefst politische, radikale und engagierte Gruppe kämpft gegen Gentrifizierung und protestiert gegen Krieg und Neoliberalismus, sie lässt vergessene urbane Flächen wieder aufleben und erschafft Gemeinschaften. 


Freitag, 17. Januar, 22:00 Uhr
Samstag, 18. Januar, 22:30 Uhr

Die Lorraine - Ein Quartier im Wandel der Zeit 

Dokumentarfilm. Regie und Kamera Louis Mataré, Schweiz 2003 (26‘) 

Dass die Berner Lorraine vor zwei Jahrzehnten nicht in eine öde Betonlandschaft verwandelt wurde, verdankt das Quartier einer Bewegung, welche die Entwicklung in eine andere Richtung zu steuern vermochte.

Der Film zeigt, wie durch die Einflussnahme der Bewohnerinnen und Bewohner ein Lebensraum geschaffen wurde, der sich durch hohe Lebensqualität und kulturelle Vielfalt auszeichnet.

Betongold - 
Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam 

Dokumentarfilm. Buch und Regie Katrin Rothe, Deutschland 2013 (52')

Verunsicherte Anleger haben Immobilien als lukrative Geldanlage entdeckt. Beton gilt als krisensicher. Die Verlierer des Booms sind die Mieter. Sie werden systematisch aus den Innenstädten verdrängt. 

Auch das Haus in Berlin-Mitte, in dem die Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt eines Tages einen neuen Besitzer. Es ist ein Investor, spezialisiert auf "einzigartige Wohnungsbauten in Toplagen" und "Wohnhäuser mit Entwicklungspotenzial". Bei ihren Recherchen stößt sie auf Firmen, die mit dubiosen Mitteln arbeiten. Es ist eine neue Welt, mit der sie da konfrontiert wird. Der Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die einzelnen Mieter hilflos gegenüber stehen - trotz gültiger Mietverträge.

Die Filmemacherin thematisiert den schleichenden städtischen Umbau der Eigentumsverhältnisse und zeigt dabei auch die innere Zerrissenheit der Betroffenen, denen - wenn sie nur schnellstmöglich ausziehen - immer höhere Abfindungen angeboten werden. 


Samstag 18. Januar ab 00:30 Uhr

Kurzfilme

 

antidotincl.

Zur Tour erscheint auch 2014 ein antidotincl. mit Hintergrundtexten, Interviews und dem kompletten Programm als Beilage zur WOZ oder als Download.