Workshop Block 1 - 13.00h - 15:00h
Mit Wirtschaftswachstum Armut bekämpfen?

Gemäss den Schlussvoten an der Gipfelkonferenz zu den Millennium Development Goals von 2010 gilt Wirtschaftswachstum als absolute Notwendigkeit zur Halbierung und langfristigen Eliminierung von Armut – das Wirtschaftswachstumsparadigma macht also auch vor der Entwicklungszusammenarbeit keinen Halt. Die nationalen Entwicklungsprogramme werden nach einer von Managementprinzipien geprägten Logik ausgerichtet, also nach Kriterien wie Qualität, Zeit, Effizienz und Rendite. Diese Ausrichtung wird der gesellschaftlichen Komplexität und den kleinräumigen Dynamiken häufig nicht gerecht.
Im Workshop werden die Spannungsfelder, Risiken und Fehleinschätzungen
der auf Wachstum ausgerichteten Schweizer Entwicklungszusammenarbeit beleuchtet. Die Analyse baut auf der Geschlechterperspektive unter Einbezug der Care-Ökonomie auf.

Annemarie Sancar ist promovierte Sozialanthropologin und Gender-Beauftragte bei der DEZA. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Gender Mainstreaming in Bereichen der Einkommensförderung  und ländlichen Entwicklung sowie die Frage der Geschlechtergerechtigkeit als Ziel von Armutsbekämpfung.

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