Workshop Block 2 - 15.30h - 17:30h
Gesundheitswesen quo vadis?

Das Gesundheitswesen gehört heute zu den wenigen verbliebenen Wachstumsmärkten, dessen Kosten scheinbar unablässig steigen. Dabei geht es allerdings weit weniger um Gesundheit als um eine wachsende Zahl von Krankheiten, die immer aufwändiger therapiert werden.

Das müsste nicht so sein. Soll die Entwicklung hin zu einer Zweiklassenmedizin
vermieden werden, sind wir auf allen Ebenen gefordert: Das persönliche Gesundheits- und Krankheitsverhalten muss hinterfragt werden, der Fokus muss sich von der Behandlung von Krankheiten hin zur Förderung von Gesundheit verschieben. Die zwar wirksame, aber oft nebenwirkungsreiche und symptomorientierte Schulmedizin ist mit Komplementär- und Alternativmedizin zu ergänzen.

Das Gesundheitswesen kann so zu einem Vorbild für die Transformation anderer Gesellschaftsbereiche hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft werden, die nicht mehr auf stetes Wachstum angewiesen ist.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist als selbständiger Gesundheits- und Mitweltökonom tätig. Er ist unter anderem Autor der Bücher «Jenseits von Kapitalismus und Kommunismus», «Gesundheit in der Krise» und «Die Grenzen des Turbokapitalismus».

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